Pferdeausbildungskurs in Salzburg

Wenn morgens der Berg ins Hotelzimmer blickt und nachmittags die Ponys in den Seminarraum, dann bin ich wieder für die FEBS-Ausbildung am LFI Salzburg unterrichten. Diesmal mit dem Kursblock Schulpferdeausbildung & Gelassenheitstraining, inmitten einer motivierten Gruppe von tollen Pferdemenschen!

Zwei weitere Tage als Referentin für Gesunderhaltende Bewegungslehre für den Ausbildungslehrgang zur Ganzheitlichen Reitpädagogin nach Dell´mour – diesmal in Niederösterreich – liegen hinter mir. Bei heißen 37 Grad haben wir uns den brennendsten Fragen der Biomechanik & Pferdeausbildung in Praxis und Theorie gewidmet! Gemeinsam mit den zukünftigen Multiplikatorinnen habe ich Bewegungsfluss, Tempowahl, Kopfhöhen, Röhrbeinachsen, Rotationen, Zugkräfte und der große Einfluss der Pferdepsyche und Menschenpsyche auf das Ganze aus verschiedenen Blickwinkeln ergründet und die einzelnen Inhalte immer wieder in einen ganzheitlichen Zusammenhang gestellt. Mit dabei natürlich auch einige meiner Modelle aus dem Privatunterricht, um praktisch Gefühltes auch theoretisch greifbar zu machen. Mögen alle betroffenen Schul-, und Reitpferde dadurch in Zukunft mit mehr Rückenwohlbefinden, Geraderichtung, Tragkraft und Stolz in den Augen durchs Leben schreiten!

Müde und glücklich zurück von einem 3-tägigen Roadtrip im Zeichen der Gesunderhaltung von Schul-, Therapie- und Reitpferden!
Zuerst 2 Tage Biomechanik mit Sitz- und Bewegungsanalysen für den Ausbildungslehrgang zur Ganzheitlichen Reitpädagogin nach Dell´mour in der Steiermark, am Rückweg eine Tagestour Privatunterricht in der Buckligen Welt und dem Burgenland mit krönendem Sunset.
Allen gemeinsam: eine offene, einfühlsame Haltung um die Pferde zu mehr Rückentätigkeit, Bewegungsfluss, Tragkraft, Schulterfreiheit, Wohlbefinden und Selbstbewusstsein zu führen! So stelle ich mir die Reiterwelt von morgen vor – das Pferdewohl zu 100% im Mittelpunkt!

Zurück von einem Wochenende in Salzburg in der Prüfungskommission der praktischen und theoretischen Abschlussprüfung von GRIPS. Ich gratuliere allen AbsolventInnen und nun Ganzheitlichen ReitpädagogInnen nach Dell´mour nochmals ganz herzlich und wünsche viel Freude bei der einfühlsamen Arbeit mit Mensch & Pferd!

Neuer Artikel für die VFD

Im Magazin der VFD (Größte Vereinigung Deutscher Freizeitreiter- und -fahrer mit 72.000 Mitgliedern) ist gerade ein neuer Artikel von mir erschienen. Ich habe ihn für den VÖR (Verband Österreichischer ReitpädagogInnen und ReittherapeutInnen) geschrieben. Danke an Sabine& Sandra Dell’mour für euer nun schon langjähriges Vertrauen in meine Arbeitsweise!
Ich habe darüber geschrieben, was in jedem Reitunterricht von Anfang an gelehrt werden sollte, warum die Zuordnung von Kausalitäten bei Pferdeproblemen oft so schwierig ist und was hier richtungsweisend wirkt!

Biomechanik für GRIPS

Dankbar zurück aus Salzburg von einem berührend schönen Ausbildungskurs, in dem ich auch heuer wieder für angehenden Ganzheitliche ReitpädagogInnen nach Dell´mour zum Thema Gesunderhaltende Biomechanik referiert habe.

Zwei Tage lang haben wir uns ganz dem gesunderhaltenden Bewegungsfluss gewidmet. Wenn es nach mir ginge, könnte die weiße Fahne schon jetzt, vor der Abschlussprüfung, gehisst werden: Alle Teilnehmerinnen haben sich wunderbar auf die neue, intensive Spürarbeit nach der Rotationstheorie eingelassen und alle haben weiche Rückentätigkeit bei den langjährigen Schulpferde-Isländern (!) hergestellt – von Einheit zu Einheit konnten wir beobachten, wie sich die Pferde das neue Bewegungsgefühl gemerkt und sich immer fließender und flaumiger bewegt haben. Mehr Sinn an einem Wochenende arbeiten geht kaum.

Schritt

Diese Woche ist mein geliebter Serido 24 Jahre alt geworden. Abendsonne, leichte Schrittarbeit und viel Dankbarkeit.

Entspanntes Hufe machen

…und dann entspannter Barhuf-Ausritt trotz fies-spitzem Wegmaterial.

Ich bin Huf-Laie, doch Experte für die Beurteilung ob sich meine Pferde wohl fühlen, schließlich beobachte ich sie seit Jahren täglich. Sie haben mich auch bei diesem Thema (zusammen mit divergierenden Fachmeinungen) gelehrt, was für sie klappt und was nicht.
  • Mal ein paar Milimeter zu viel Tragrand stehen gelassen > Wand hebelt weg
  • Mal zu viel Tragrand abgerundet > Fühliger gegangen
  • Mal die Strahlspitze zu lange gelassen > Rückständiges Stehen beim Rasten usw..
Nach einigen Jahren und bewusstes und unbewusstes Trial-Error-Prinzip weiß ich nun in welchem Intervall und in etwa wie meine drei Pferde gerne bearbeitet werden wollen.
Auch bei diesem Pferdethema gilt:
  1. Ja es ist kompliziert, aber durchaus erlernbar (Mit einem Hufkurs ist es leider nicht getan)
  2. Pferdewohl vor Lehrbuch-Menschen-Idee (Langfristig bequem laufen können ist die Devise)
  3. Der Hund steckt im Detail (Ein paar Milimeter mehr/weniger machen einen großen Unterschied)
  4. Man lernt nie aus (Profi-Feedback und unterschiedliche Meinungen einholen! Profis, sind für mich jene, die das beruflich machen und die das Feedback deines Pferds in ihr Tun miteinbeziehen und wo es klappt)
  5. Ganzheitliches Denken in Bezug auf andere Faktoren wie Fütterung, Training, Haltung.. ist auch hier nötig (womit wir eigentlich wieder bei Punkt 1 wären..)

Täglicher Sattelcheck

Tägliches Abtasten der Sattellage vor und nach dem Reiten

auf fühlbare Platten, Verhärtungen, Löcher oder Kulen beugt Atrophien (per Definition: „Gewebeschwund mit Minderung der Funktion“) vor. Wenn man welche wahrnimmt, sollte man den Sattel ab sofort nicht mehr verwenden und etwas verändern bzw. SattlerIn kommen lassen.
Fortgeschrittene Atrophien sind nämlich mühsam wegzukriegen und beeinträchtigen das Pferd, daher vertraut eurem Tastsinn und wehret den Anfängen.

Druckspitzen erzeugen längerfristig Atrophien

Unpassende Sättel. So sehen die Gelabdrücke leider häufiger aus.

Irgendwo drückts, was man als TrainerIn meist auch in verhaltenen Bewegungen/Kurztrittigkeit/weggedrückten Rücken/abgesenktem Widerrist/Bewegungsunlust usw.. erkennen kann.
Zur Überprüfung der Gelabdruck-Messung habe ich auch öfters schon doppelt gemessen, die Ergebnisse blieben bis dato immer gleich (übrigens auch ein Westernpad dazwischen veränderte den falschen Schwerpunkt nicht).

Positivbeispiele

Hier passen die Sättel

Ich habe beide Pferde ca. 20 Minuten, auch mit viel Trab und Galopp, geritten. Die beiden Gelabdrücke zeigen, dass hier das Reitergewicht gleichmäßig über das ganze Sattelkissen verteilt wird.

Dieses schöne Foto hat die Pferdefotografin Christina Amberger im Oktober 2021 gemacht. Wer in die Augen meines 23-jährigen Schimmels blickt, erkennt wer die Idee zur Levade im Sonnenuntergang hatte.. Mein erstes Zögern („Serido bist du nicht zu alt dafür?“) wurde wie folgt beantwortet.

Meister der Feinfühligkeit

Allerfeinste Hilfengebung: Serafin zeigt es vor.
Als ich gegen Ende des Videos kurz wegschaue, fordert er mich auf seine Ohren weiter zu kraulen. Die zarte Geste ist so subtil, dass gerade einmal seine Tasthaare meine Hand streifen.
Pferde sind hochentwickelte Meister der Feinfühligkeit.

Reitpferde brauchen Hilfen

Und Hilfe bedingt Wissen.
Um eine von uns gewünschte Bewegung gesunderhaltend ausführen zu können, muss ein Pferd lernen, seine Muskelketten richtig zu koordinieren. Dazu braucht es unsere Hilfe.
2 Bilder im Vergleich: Galoppsprünge meines damals 7-jährigen Hengsts.
Einmal Galoppsprung links in Freiarbeit, ohne dass ich viel helfen kann: Überbogener Hals, Passtölttralopp, kontrahierte Oberlinie und gestresstes linkes Kniegelenk. So zu laufen wäre auf Dauer nicht gesund.
Dann Galoppsprung links geritten: Ich halte den Hals mittig um den Widerrist zu zentrieren und habe vorher über feine Sitzhilfen Rückentätigkeit hergestellt, wodurch sich ein gut durchgesprungener Galoppsprung ergibt. Diese Art Galopp macht und hält fit.
Übrigens auch ein Grund warum ich kaum mehr Freiarbeit mache. Ich sehe zu viel was ich als nicht förderlich betrachte und ich habe beobachtet, dass eine durch den Menschen angeleitete Bewegung immer anders ausgeführt wird, als wenn sie durch das Pferd selbstiniziert ist. Jene wichtige Hilfestellung, die das Pferd in Freiarbeit also bräuchte, um aus seinen nicht förderlichen Bewegungsmustern rauszukommen, kann man dort selten leisten.
Schön zu sehen ist übrigens auch der Unterschied im Gesichtsausdruck des Pferds: „außer sich“ in der freien Schiefe und „bei sich“ in der gerittenen Versammlung.
Die Bilder wurden im Herbst 2018 von der talentierten Christina Amberger aufgenommen.

 

Satteldruckmessung

Ständige, persönliche Weiterentwicklung für mehr Pferdewohl!
Ganzheitliche Reitkunst – entsprechend der Ganzheitlichkeit und um das Rätselraten Wie gut passt der Sattel zum Pferderücken etwas einzugrenzen, habe ich ab jetzt ein Impression Pad aus den USA im Einsatz. Damit können wir im Rahmen meines Unterrichts bei Verdacht etwaige Druckspitzen des Sattels durch eine mechanische Satteldruckmessung ausfindig machen. Mit einem Foto vom Abdruck könnt ihr euch dann, sofern notwendig, an eure Sattler wenden. Passt übrigens auch unter Westernsättel.
 

Die unterschätzte Bedeutung von Faszien im Pferdetraining

Empfehlenswerte Doku über die große Bedeutung von Faszien im Körper. Nicht nur in Bezug auf die Förderung der faszialen Federkräfte beim Pferd, sondern auch in Bezug auf die Entdeckung, dass psychisches Trauma/Stress als Botenstoff für Faszienverklebungen wirkt!
Hier wird gezeigt, warum psychischer Stress zu Rückenschmerzen führen kann und umgekehrt die Linderung von faszialen Schmerzen durch EMDR (eine berührungslose Methode der Traumatherapie) erfolgen kann.
Bei gestressten (vom Muskeltonus harten) Pferden wende ja eine von mir für Pferde entwickelte Methode an, die Somatische Resilienzstärkung (stützt sich auf die Erkenntnisse der humanen Traumtherapie, ähnlich EMDR).
Die spannende Beobachtung aus vielen Jahren Anwendungspraxis meiner (berührungslosen) Methode zeigt, dass, wenn Stress und Traumatische Erlebnisse aus dem Nervensystem des Pferds abfließen, auch die Faszien nachher viel entspannter und gleitfähiger sind. Nach Somatischer Resilienzstärkung sind dann zum Beispiel die Unterhälse oder Rückenlinien entspannter, eckig-wirkende Pferde erscheinen viel runder oder die Pferde traben federnder und bewegen sich wieder mehr als ein Einheit (obwohl das Pferd während der Behandlung nur stand).
Die neueren Forschungen liefern die Erklärung dazu und meine Beobachtungen aus der Praxis sind somit durch die Wechselwirkung psychisch induzierter Botenstoffe auf die Faszienspannung und sogar dem Therapieansatz von EMDR gegen Rückenschmerzen beim Menschen schlüssig.
 

Trainingsprinzipien

Das Pferd hatte ein falsches Bewegungsmuster und Sorge vor dem erstem Antraben nach jahrelanger Lahmheit.
(Bitte Ton aufdrehen, alle Untertitel lesen und bis zu Ende ansehen)
Neben einem sehr spannenden Trainingsabschnitt, zeigt das Video auch die Umsetzung (denn reden kann ja schließlich jeder) wichtiger Trainingsprinzipien.
Alle richtig guten ReiterInnen arbeiten meiner Meinung nach konsequent so:
  1. Sie wissen genau warum sie etwas tun und suchen (für sich und das Pferd) schrittweise, bewältigbare Herausforderungen mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit
  2. Klappt was nicht, denken & handeln sie neu!
  3. Ihre Überzeugung, dass Pferde kluge, arbeitswillige, fühlende Lebewesen sind, zeigt sich in Taten – also in der Art des Umgangs und ihrer Hilfengebung
  4. Sie Reiten für Beziehungsharmonie, hohe Bewegungsqualität und langfristige Gesunderhaltung des geliebten Pferds (also ganz bei sich und für ihr Pferd und niemand anderem im Außen)

Fühlen & Sehen

Letzte Woche Samstag hatte ich einen freien Tag.. und dann hab ich doch den ganzen Tag gearbeitet.
Ich löse die Probleme meiner Kundenpferde ja überwiegend basierend darauf, bei welcher Übung sich die Bewegungsqualität gespürt (wenn ich mich selbst kurz drauf setze) und optisch (während die Kunden reiten) verbessert, also nicht nach einem Kopfkonzept, sondern danach was mein gefühlter und optischer Eindruck ist, welche Bewegung/Übung dem Pferd gerade am meisten weiterhilft.
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Vom Kunststudium zur Reitkunst

Vom Bühnenbild zur Reitkunst
Über 4 Jahre meines Lebens durfte ich an der Akademie der Bildenden Künste den ganzen Tag nichts anderes tun, als mein Auge auf kleinste Details und Raumgefüge zu schulen sowie Modelle zu bauen. Bei meinen Theorieseminaren zur Bewegungslehre sind daher immer auch Modelle zum Angreifen dabei, um sich auch haptisch biomechanischen Wirkprinzipien anzunähern.
Vor den vergangenen Kurswochenenden habe ich zum Beispiel einen nicht-schwingenden Pferderücken mit verdrehbaren Wirbelkörpern zur Erläuterung der Schiefenrotationenstheorie gebacken!
Die Realität ist natürlich sehr viel komplexer – doch die Unterrichtspraxis zeigt, dass ein theoretisches Verständnis von den Vorgängen im Pferdekörper uns in der Ausbildung und Gesunderhaltung unserer Pferde immens weiterhilft.
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Herz vor Ausbildungstheorie

Gerade bereite ich neue Übungen für das Modul „Bewegungslehre & Pferdeausbildung“ vor, welches ich auch heuer wieder in den Ausbildungen zur Ganzheitlichen Reitpädagogin nach Dell´mour halten darf. Diesmal wird die Teilnehmerinnen ein spannender Literaturvergleich einer Zeitspanne von 1817 bis 2018 zur Ausführung des Schulterherein erwarten!
Neben einer angeregten Diskussion und der Erweiterung des persönlichen Reiterhorizonts, dient die Übung dazu, zu zeigen, dass es zu jedem Zeitpunkt in der Reitkunstgeschichte schon divergierende Ansichten und Gemeinsamkeiten gab. Und in Hinblick auf die praktische Ausführung, dass man keine Ausbildungsmethode rein auf Basis von Kopf-Argumenten verfolgen sollte (schießlich wurden & werden alle Methoden mit irgendwelchen Theorien argumentiert), sondern währenddessen immer auch das eigene Herz wachsam zum Pferd hinspüren sollte.
Denn schon der kleine Prinz wusste.. Man sieht nur mit dem Herzen gut. (Antoine de Saint-Exupéry)

Pferde können zaubern. Sie lassen regelmäßig die Zeit still stehen.

Johanna Thanheiser

Die Phasen zunehmender Entspannung

..eindrücklich dargestellt ;)

In diesem Sinne wünsche ich euch erholsame Feiertage und die wahren Geschenke des Lebens.

(Für maximalen Entspannungsfaktor Ton zum Video aufdrehen)

Me gusta

Ein gut bemuskelter Rücken ohne Löcher hinter den Schulterblättern oder Verhärtungen in der Sattellage :)!

Muskelaufbau beim jungen Pferd

Unser 6-jähriger Serafin muskelt gerade an allen Ecken und Enden so unglaublich schön auf!!

4 Jahre lang ist er als Handpferd neben Serido und mir hergelaufen – jetzt reite ich meist umgekehrt mit Serido als Handpferd, wobei Serido weiterhin die Nase vorne behält und keine Müdigkeit aufkommen lässt ;).

Einfach herrlich

Nach einem langen Unterrichtstag und anschließendem Abendstall durfte ich mir auf Serafin den Rücken aushängen und bekam von Destino eine Massage!

Reiten mit Sitz und innerem Bild

Wir üben uns hier nicht vorrangig im spanischen Schritt, sondern im gegenseitigen Verstehen, in der Kommunikation über inneres Bild und Sitz.
Die hohe Bewegungsqualität ist ein Indikator für die gelungene Kommunikation: Verschmelzung über meinen Sitz, loser Zügel, die flüssig mittretende Hinterhand bei unterschiedlichen Tempi, Bewegungswellen durch den ganzen Körper und freie Schultern.
Touchieren stört meist mehr als es hilft. Schon ein leichtes Antippen mit der Gerte würde unsere feine Kommunikationsebene und unseren Bewegungsfluss hier empfindlich stören.
Und durch die hohe innere Konzentration lenkt auch der raue Wind im Außen nicht ab.

Kleine Vorführung

Meine Pferde leben im Offenstall. Meist Nachmittags oder Abends nach der Fütterungszeit haben sie ihre verrückten 5 Minuten und spielen ausgelassen. Vor ein paar Tagen bekam ich eine besonders schöne Darbietung von Destino unter dem Titel „Wilde Pferde“ ;)

Anti-Stress für Pferde

Typische Entspannungsreaktionen während einer Einheit Somatischer Resilienzstärkung (SR):
Dämmerzustand, Zuckungen der Unterlippe/des Kopfes/Haut, halbgeschlossene Augenlider, unkoordiniertes Ohrenspiel, sehr häufiges Gähnen usw.. Auf diesem Video sieht man es gut.
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Unser Serafin

2-jährig und 6-jährig

Ein junges Pferd Heranwachsen sehen zu dürfen, ist schon eine ganz besondere Ehre.

 

Das innere Bild zählt

Die innere Vorstellungskraft und der Blick auf das Schöne in einem Lebewesen sind mitunter die wichtigsten Faktoren in der Pferdeausbildung.
Pferdeausbildung hat viel mit künstlerischem Schaffen gemeinsam. Ich habe ursprünglich Bildende Kunst studiert – als Künstler ist die Vorstellungskraft und dein Einfühlungsvermögen alles was du hast. Die Materie (das leere Blatt Papier, ein Lehmblock, ein Holzstück..) mit all ihren Besonderheiten und ein inneres Bild wohin die Reise gehen soll. Sukzessive beginnst du dein inneres Bild Wirklichkeit werden zu lassen und wenn du die Eigenheiten der Materie liebevoll wahrnimmst, sie mit einbeziehst und dich von ihr leiten lässt, ist das Ergebnis am Ende viel schöner als deine Vorstellung allein es je hätte sein können.
Kein hokus-pokus, vorher gehört natürlich noch mehr dazu wie eine solide Vertrauensbeziehung und eine Kommunikationsebene, sonst kann man sich Vorstellen was man will. Aber am Ende lässt das innere Bild den Funken überspringen.
Hier verrät die Geste meiner linken Hand, dass ich mir gerade vorstelle, wie es sich anfühlt, mein damals 20-jähriges Pferd versammelt anzugaloppieren.

Schulpferde fit halten

Vergangenes Wochenende habe ich wieder einen 16-stündigen Unterrichtsblock für die Ausbildung zur Bundeszertifizierten Ganzheitlichen Reitpädagogin nach Dell´mour abgehalten!
Gemäß dem Themenschwerpunkt Schulpferde fit halten ging es mir diesmal darum, dass die Teilnehmerinnen die wichtigsten biomechanischen Zusammenhänge verstehen, Trageerschöpfung vorbeugen, das eigene Auge schulen und eine erhöhte Bewegungsqualität für Pferd und Reiter herstellen können.
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#4 Literaturtipp

Jean Luc Cornille – Science of Motion

So mein letzter Literaturtipp ist in vielerlei Hinsicht speziell. Erstens ist es kein Buch, sondern eine Webseite. Dann ist es vermutlich der sperrigste Tipp dieser Adventliste, aber deshalb um nichts weniger spannend!
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#3 Literaturtipp

Stefan Stammer – Das Pferd in positiver Spannung: Biomechanik und Reitlehre in Bewegung

Ok, zugegeben, dieses Buch hätte ich mir, aufgrund des Titels und der strammen Beispielfotos darin, vermutlich nie gekauft. Aber da es seit einigen Jahren in der Literaturliste der Ausbildung zur Ganzheitlichen ReitpädagogIn steht und ich dort den Teil zur Pferdeausbildung und Biomechanik unterrichte, wollte ich über die Inhalte Bescheid wissen.

Abgesehen von den teils sehr mechanistischen Illustrationen,

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#2 Literaturtipp

Mary Wanless – Biomechanik des Reiters

Der zweite Literaturtipp ist vielleicht vorwiegend ein Tipp für ReitpädagogInnen/ReitlehrerInnen, aber natürlich auch für motivierte ReiterInnen, die sich tiefgehend mit dem Thema Sitz befassen wollen. Ich kenne viele Bücher über das Reiten mit inneren Bildern, harmonisches Reiten oder den Dressursitz aber dieses ist das einzige, das sich intensiv mit dem Faszien- und Tensegritätsmodell befasst und in Bezug darauf wirkungsvolle Übungen zur Umsetzung (gerade bemerkt: in Umsetzung steckt das Wort Sitz) liefert.
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#1 Literaturtipp

Christin Krischke – Du entscheidest!

So, der erste Literaturtipp ist ein Buch, das ich mir 2016 zu Weihnachten geschenkt habe.

Das Buch ist prall gefüllt mit wichtigen Inhalten, hochqualitativem Bildmaterial und tollen Praxistipps und obendrein auch noch ästhetisch sehr ansprechend und sprachlich fein geschliffen. Man findet darin

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VFD Themenschwerpunkt „Gute Reiter braucht das Pferd“

Ich durfte für die Herbstausgabe 2019 der Zeitschrift der VFD (die VFD ist mit über 72.000 Mitgliedern das größte Netzwerk für Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland) einen Artikel zum Thema Ganzheitliche Reitlehre & Pferdeausbildung schreiben.

Danke an Sabine und Sandra Dell´mour von www.reitpaedagogik.at für das Vertrauen in meine Arbeit!!

Versammlungskünstler

Pferde sind Versammlungskünstler, weil es in ihrer Natur liegt. Die Schönheit der Bewegungen eines Pferdes auch mit Reitergewicht zu bewahren und zu bergen, ist die hohe Kunst.

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Topmotivierte Pferdchen – es geht auch ohne Leckerli

Links am Bildrand beginnt unser Paddocktrail, rechts ist unser Offenstall mit zwei Eingängen. Ich lasse manchmal die Zauntore offen, damit ich die Möglichkeit habe, von meinen Pferden zu lernen und mich so weiter zu verbessern (sie können jederzeit gehen, wenn ich Timing oder Schwierigkeitslevel der Übungen besser anpassen muss). Wie man sieht, ist Serafin fast schon beleidigt, als ich Serido für die Arbeit auswähle und er beginnt wild hin- und herzutoben. Obwohl ich gelassen reagiere, hatte ich das nicht erwartet, sonst hätte ich natürlich für eine ruhigere Arbeitsatmosphäre gesorgt.

Das Video ist vom Frühjahr diesen Jahres, als ich Übergänge von versammeltem Trab zu Galopp mit Serido geübt habe (wer mich kennt, weiß dass ich nur mehr selten Freiarbeit mache). Heute würde ich für Versammlung nicht mehr Touchieren und nicht das Setzen der Hinterhand fragen, sondern rege das Anheben des Brustkorbs über die Veränderung meiner Körperspannung (inneres Bild) und geeignete Vorübungen an, damit ich sicher sein kann, dass das Pferd dafür bereit ist und die Bewegung flüssig aus dem ganzen Körper (statt aus den unteren Gliedmaßen) kommen kann.

Aber ich veröffentliche das Video trotzdem, denn man bekommt einen Einblick wie ich arbeite: den Pferden immer das Gefühl geben, dass sie richtig sind, wie sie gerade sind; Selbstverantwortung übernehmen; Ungenauigkeiten erstmal zulassen um Engagement zu fördern; wenig verlangen, viel ehrliches Lob und Wertschätzung!

Assistent Pferdinand

Darf ich vorstellen: Kursassistent Pferdinand, der mir hilft die Funktion der thorakalen Schlinge und ihre Bedeutung beim Reiten zu erklären!

Klarheit & Selbstreflexion statt Zwang

Natürlich kann man sich erstmal fragen, ob es ethisch überhaupt korrekt ist, Pferde zu irgendetwas zu bewegen. Diese Frage kann jeder nur für sich beantworten. Ich persönlich habe sie vor einiger Zeit mit

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Serido 20 jährig

Apropos Federkraft des Faszienkörpers – sieht man hier gut beim Wegstarten und Abbremsen.

Freiarbeit im September 2018