Spürbasierte Reitkunst

Great things are not done by impulse, but by a series of small things brought together.

Vincent van Gogh

Versammlung

Mit Gefühl und Gleichgewicht tragkräftig bis ins hohe Alter. Hohe Bewegungsqualität und Versammlung ist bei jedem Pferd auf einem anderen Weg zu erreichen, weil jedes Pferd andere körperliche und geistige Vorraussetzungen mitbringt. Keinesfalls jedoch durch Ziehen und Drücken, sondern durch viele feine Balanceverschiebungen und indem man sich als Reiter selbst im Spüren der Bewegungsqualität übt. Gerne vermittle ich dir meinen fühlenden Zugang zu Versammlung, den ich dir gleichzeitig durch biomechanische Naturgesetze erklären kann.

Geraderichtung über Schiefenrotationstheorie

Durch die Rotationstheorie der Wirbelsäule, die sich auf wissenschaftlichen Erkenntnisse der Biomechanik von Science of Motion stützt, wird nachvollziehbar wie Schiefen zustande kommen und schrittweise über Spürübungen lösbar sind, damit freien, ausbalancierten Bewegungen nichts mehr im Wege steht. Ich achte dabei auf allerkleinste Details, die spürbar die Bewegungsqualität und Rückentätigkeit deines Pferds aufbauen.

Tragkraftaufbau

Pferde müssen das richtige Tragen von Gewicht auf ihrem Rücken in ihr Körpergedächtnis aufnehmen. Mit dem Ziel der Gesunderhaltung von Reitpferden kombiniere ich auf das jeweilige Pferd maßgeschneidert mein persönliches „best-of“ aus 10 Jahren verschiedenster Reitweisen und Fortbildungen. Ich verbinde Elemente der Altkalifornischen Westernreitweise sowie des spanisch-portugiesischen Impulsreitens, der klassisch-barocken Reitkunst, Inhalte neuester wissenschaftlicher Forschungen der Biomechanik.

Federkraftförderung

Durch die biomechanischen Erkenntnisse der Tensegrität lernt dein Pferde seine Federkräfte wieder optimal einzusetzen und förmlich dahinzuschweben.

Gangpferde

Mit dem hohen Reisekomfort bergen Gangpferde naturbedingt auch eine Herausforderung in sich: durch eine oder zwei zusätzliche Gangarten zu den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp ist die Konfusion beim Pferd häufig größer und man selbst muss viel genauer spüren wohin sich die Takte und Beine gerade verschieben. Bei dieser spannenden Aufgabe kann ich dich und dein Pferd optimal unterstützen, indem wir für dein Gangpferd die biomechanischen Bedingungen schaffen, damit es seine Balance in der jeweiligen Gangart mit dir finden kann.

Fotos: Christina Amberger

Grammfeine Kommunikation

Ihr könnt euch nie auf ein Pferd verlassen, welches durch Angsteinflößung ausgebildet wurde. Denn es wird immer etwas geben, das es mehr als euch fürchtet. Aber vertraut es euch, wird es euch fragen was es tun soll, wenn es Angst hat.

Antoine de Pluvinel (1555-1620)

Grammfeine Kommunikation

Kommunikation ist die Basis jeder Beziehung. Du lernst sanft und klar zu kommunizieren und die eigene Körpersprache und Imagination immer weiter zu verfeinern.

Dialogisches Horsemanship

Schritt für Schritt zum Verlasspferd. Dialogisches Horsemanship heißt für mich wir treten mit ganzheitlichem Blick in mitfühlende Interaktion mit dem Pferd. Vertrauensaufbau mit dem Pferd stehen dabei an oberster Stelle, denn ein vertrauendes Pferd ist sicherer für den Menschen. Dazu ist es auch wichtig Grenzen setzen zu können und Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Ganzheitliche Pferdeausbildung

Egal ob du dir mit deinem Jungpferd oder deinem älteren Pferd eine starke Beziehung wünschst, ich begleite euch gerne auf dieser lohnenden Reise. Wir gehen dabei in für das Pferd in logisch nachvollziehbaren Schritten vor. Dadurch bekommst du ein Pferd, dass dich versteht, mitdenkt und dir vertraut und nicht nur funktioniert.

Fotos: Christina Amberger

Gelassenheitstraining

In der Ruhe liegt die größte Kraft.

Konfuzius

Somatische Resilienzstärkung

Traumatherapie für das Pferd – Wie das Nervensystems eines Säugetiers funktioniert und es kumulierten Stress wieder abbauen kann.

Nur ein ruhiger Geist kann zuhören und wachsen. Pferde sind Fluchttiere und Säugetiere. Dieser Umstand macht sie ähnlich prädestiniert dafür wie uns, Stress aufzubauen. Das Nervensystem ist wie ein Fass mit Wasser, wenn es voll ist, reicht ein Tropfen und es geht über – dann explodiert das Pferd. Schreckhafte, hektische Pferde haben eine niedrige Kapazität Stress zu verarbeiten, weil ihr Fass schon recht voll ist. Wichtig ist demnach, dass die vom Nervensystem aufgenommen Stressreize, auch wieder abgegeben werden, damit die vom Körper zur Verfügung gestellte biochemische Energie für Flucht (oder beim Pferd auch Notfalls Angriff) wieder abgebaut werden kann.* Geschieht das nicht und das Pferd wird in seiner Entspannungsreaktion gestört (oder wurde in der Vergangenheit dabei gestört zum Beispiel durch Ungeduld, hartes Strafen oder traumatische Erlebnisse), reichert sich immer mehr Stress im Nervensystem an. Die Folge sind übermäßige Schreckhaftigkeit, Aggression, Resignation, Dissoziation (fehlendes Körpergefühl) und andere Verhaltensauffälligkeiten. Ich kann euch zeigen, wie ihr bei eurem Pferd an die unterbrochenen Entspannungsreaktionen anknüpfen könnt und worauf ihr dahingehend in Zukunft achten müsst. Ich helfe dir Trigger zu finden, zeige dir wie du Verhalten und Körpersprache deines Pferds deuten kannst und Stressakkumulation in Zukunft vermeidest.

* Den theoretischen Hintergrund dazu liefern wissenschaftliche Ergebnisse und Methoden der SE Traumatherapie für Menschen, die ich auf Pferde umgelegt habe und seither erfolgreich anwende. Wer nachlesen will, dem kann ich derzeit nur Bücher aus der humanen Traumatherapie zum Beispiel von Peter a. Levine empfehlen.

Beziehungsaufbau

Pferde stark und selbstsicher werden lassen. Bei meinem Gelassenheitstraining gibt immer das Pferd das Tempo an, wodurch sich das Pferd von dir ehrlich wahrgenommen fühlt und eine starke Beziehung zu dir aufbaut. Das Ganze geschieht wirkungsvoll und sanft. Ich möchte keine Gewöhnung an Dinge erziehlen, sondern ein Pferd, dass weiß wie es seine Angst verarbeiten kann und sich selbstständig wieder reguliert. Bei mir gibt es kein wildes Desensibilsieren mit verschreckten Pferdeaugen und es werden dem Pferd auch keine Seile um den Kopf gehauen.

 

Fotos: Christina Amberger